#2/19 Fakten + Hintergründe

Um den immer schneller werdenden Anforderungen gerecht zu werden, muss der Konzern zielgerichtet und zeitnah auf die Bedürfnisse des Marktes und seiner Kunden reagieren. Mit der Umstellung des Release-Zyklus für die Bestands- und Vertriebssysteme wird er diesem Anspruch gerecht.

Ein crossfunktionales Team bereitet den Weg zur höheren Taktung

Seit August 2018 arbeitet ein crossfunktionales Team an der Erhöhung der Release-Frequenz. Mitarbeiter aus allen IT-Bereichen und Branchen (7SB, 7SZ, VKBit Betrieb und Inverso) haben den Weg zu diesem Ziel geebnet.


Die Produktivgänge dauerten bisher zwei Tage, nun gehen neue Versionen innerhalb von sechs Stunden oder weniger in Produktion.

Das Team hinter den zwölf Releases (hintere Reihe v. l.): Stefan Niemeyer, Tobias Molitor, Christian Grabl, Andreas Weiß, Dr. Martin Elspermann, Oliver Schütz, Peter Georg Schmidt und Stefan Wilhelm;
(vordere Reihe v. l.): Christian Schneider, Andreas Lohr, Roland Schachtschabel, Stephanie Jobst und Richard Kunert.
Es fehlen: Erkin Bapisch, Sebastian Kohler, Christian Degner, Oliver-Jens Wacker und Erich Kerschl.

Schnelle Produktivsetzung und niedrige Fehleranfälligkeit

Häufigere Release-Zyklen bieten nicht nur die Möglichkeit, schneller auf Marktentwicklungen zu reagieren, sondern auch langfristig die Qualität der Lieferergebnisse zu steigern.


Diese Richtung heißt Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD). Automatisierungen bei Tests und den Produktivgängen ermöglichen schnelle und wiederholbare Softwareauslieferungen. Hinzu kommt, dass Anforderungen durch die häufigeren Auslieferungen über mehrere Releases hinweg komplettiert werden. Das verkleinert die Inhalte und reduziert damit die Komplexität eines Release. Damit entstehen einige erwünschte Nebenwirkungen: weniger Testaufwand, schnellere Produktivsetzungen, robustere Systeme und eine niedrigere Fehleranfälligkeit.

Regelmäßig neue Features in Test und Produktion nutzen

Mit einer flexiblen Einführung von Funktionalitäten werden zukünftig Prozesse oder auch Produktteile gezielt aktiviert. Die Programmiertechnik „Feature Toggles“ ermöglicht zum Beispiel eine Funktionalität, die gerade entwickelt wird oder auch schon fertig ist, mit einem Schalter in der Test- oder Produktionsumgebung ein- und auszuschalten. Bei Bedarf wird die Funktionalität für spezielle Anwendergruppen, ausgewählte Testuser oder Zielgruppen angeschaltet. Das erlaubt zum Beispiel, verschiedene Varianten einer Nutzeroberfläche oder auch eines Produktes gezielt zu erproben.


Mit dieser häufigeren und gezielteren Live-Stellung werden neue Bestandteile der Systeme regelmäßig integriert und der Feedback-Zyklus verkürzt sich. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Anwender können von den monatlichen Releases nur profitieren.

Roland Schachtschabel