#2/19 Engagement

Schirmherr der Veranstaltung war Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration. Rund 200 TeilnehmerInnen widmeten sich in fünf Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten dem Themenfeld „Engagiert! Füreinander im Einsatz“.

Sich couragiert und engagiert für andere einzusetzen oder auch gelassen in Belastungssituationen zu reagieren, erfordert Verantwortung, Mut, Wissen und Erfahrung. Spontane Helfer und Ehrenamtliche sind bei ihren Einsätzen für das Gemeinwesen mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert, die sowohl fachliches Know-how als auch psychische Stabilität erfordern. Beim diesjährigen Ehrenamtsymposium der Versicherungskammer Stiftung wurde das Thema „Engagiert! Füreinander im Einsatz“ aus unterschiedlichen Perspektiven in fünf Workshops näher betrachtet:

Stark für ein lebendiges Miteinander

Den Auftakt des Tages bildeten Dr. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender des Konzerns Versicherungskammer, Wolfgang Reif, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Stiftung, und Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, in einer gemeinsam moderierten Gesprächsrunde unter dem Credo „Stark für ein lebendiges Miteinander“.


Die rund 200 VertreterInnen aus verschiedenen Bereichen des bürgerschaftlichen Engagements sowie aus Kirche, Politik, Kommunen und Verbänden waren in den Räumlichkeiten des Konzerns Versicherungskammer in Giesing zu Gast und lauschten gespannt der Keynote von Dr. Julia Fischer mit aktuellem Themenbezug: „GAFFST DU NOCH ODER HILFST DU SCHON? – Der Einfluss von situativen und personalen Faktoren auf Zivilcourage und Hilfeverhalten“. In Diskussionsforen wurden angeregt neue Konzepte unter praktischen Gesichtspunkten beleuchtet, etwa wie sich Einsatzorganisationen auf den Umgang mit Spontanhelfenden vorbereiten sollten oder wie mit dem zunehmenden Problem von Gewalt gegen Einsatzkräfte umzugehen ist. Auch konnten die Teilnehmer erfahren, welche psychischen Stärken gezielt in belastenden Situationen eingebracht werden können, um sich und alle Beteiligten mental aufzurichten.

Prominent besetzte Gesprächsrunde: (v. l.) Wolfgang Reif, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Stiftung, Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, Moderatorin Nicole Krieger und Dr. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender des Konzerns Versicherungskammer

Keynote-Sprecherin Dr. Julia Fischer, Sozialpsychologie-Dozentin an der Universität Regensburg, während ihres Vortrags

Ehrenamtspreis 2019

Im Rahmen des Symposiums wurden auch die Preisträger des Ehrenamtspreises 2019 „Gesellschaftsritter: Mut zum Einsatz“ geehrt und für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Gesucht wurden in diesem Jahr digitale und analoge Projekte, die wegweisend zivilcouragiertes Verhalten fördern und sich im Bereich Gefahrenprävention engagieren. Die beiden ausgezeichneten Siegerprojekte erzählten von ihren Engagements und ließen das Publikum aufhorchen: Mut & Courage aus Bad Aibling performten live ihren Zivilcourage-Song „Gib mir dei Hand", danach begeisterten die SchülerInnen aus Neunburg vorm Wald mit ihrem selbst geschriebenen Rap-Song, den sie im Rahmen des Projekts #netzrevolte entwickelt haben.


Isabel Stier

WIR GESTALTEN

Mut & Courage Bad Aibling e. V.


Mithilfe von verschiedenen kulturellen Aktivitäten, beispielsweise Vorträgen, Lesungen, Konzertreihen oder Theateraufführungen von Jugendlichen für Jugendliche und Infoabenden für Senioren, macht sich der Verein Mut & Courage Bad Aibling e. V. für eine bunte, couragierte, offene und demokratische Gesellschaft in der Region stark. Mehr Infos finden Sie unter www.muttutgut.org

WIR STARTEN DURCH

#netzrevolte Mittelschule Neunburg vorm Wald


Die Mittel­schule in Neunburg vorm Wald beteiligt sich als erste Schule in Bayern mit zwei achten Klassen an dem bundes­weiten Projekt #netzrevolte der Stiftung „Lernen durch Engagement / Service-Learning in Deutschland“.


#netzrevolte verbindet demokratische mit digitaler Bildung in der Schule. Die SchülerInnen setzen sich mit digitalen Medien und Phäno­menen wie Fake News, Hate Speech und Diskri­mi­nie­rung im Netz auseinander und engagieren sich in selbst gestalteten Engage­ment­projekten für Vielfalt und Gleich­wertigkeit – online wie offline. Mehr Infos zum Projekt?