Die Erde ist überlastet: Das hat der Earth Overshoot Day am 29. Juli 2019 gezeigt, den die Organisation Global Foodprint Network jedes Jahr neu berechnet. Der Tag markiert den Zeitpunkt, wann die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen im Jahr über­steigt.

Warum ist das so?

Wir werden immer mehr. Zu Beginn 2019 lebten mehr als 7,6 Mil­li­ar­den Menschen auf der Erde: Das sind rund 2,6 Mil­li­ar­den mehr als vor 30 Jahren. Die Folge: Es ent­stehen mehr Treib­haus­gase wie CO2. Die Ab­holzung des Regen­waldes verstärkt den Treib­haus­effekt, da weniger CO2 von Wäldern kom­pen­siert wird. Die Pol­kappen schmelzen, die Erde erwärmt sich. Das Meer­wasser ver­dampft, was zu häufigeren Un­wettern und Natur­katastrophen führt. All das sind Aus­wirkungen, weshalb sich die Gesell­schaft mehr mit Umwelt­schutz befassen muss. Dies funktioniert nur, wenn wir die Lebens­be­ding­un­gen wahren, unter denen die Mensch­heit lang­fristig bestehen kann.


Orga­ni­sa­tionen wie Green­peace, Fridays for Future oder Ende Gelände fordern die Regierung auf, sich stärker mit den Folgen des Klima­wandels zu beschäftigen. Auch die Bevölkerung erwartet mehr Einsatz: So ergab eine repräsentative Umfrage zum Thema „Ver­ant­wortung“ im Auftrag des Konzerns Ver­si­che­rungs­kammer, dass fast 70 Prozent der Deutschen fordern, dass sich Unter­nehmen vor allem im Bereich Umwelt­schutz engagieren sollen.


Auch im Konzern Ver­si­che­rungs­kammer wollen wir unseren Beitrag dazu leisten. Schließlich ist der erste Satz unseres Leitbildes „Wir gestalten nach­haltig“. Umwelt­schutz ist dabei ein Teil der ökologischen Nach­haltig­keit. Aber auch den anderen beiden Dimensionen widmen wir uns und wollen unser gesamtes Engagement in diesem Bereich weiter ausbauen.


Wir möchten einen Überblick darüber geben, mit welchen Maßnahmen sich der Konzern zum Schutz der Umwelt einsetzt, was andere Unter­nehmen tun und welche Rolle der Beitrag jedes Einzelnen spielt.

Isabella Kratzer

#3/19 Blickpunkt