#4/19 Panorama

Neue, oft agile Formen der Zusammenarbeit und stetig hinzukommende digitale Lösungen, sowohl für die Kunden als auch für die Mit­arbei­ter im Konzern, verändern langjährig erlernte Verhaltensmuster. Beschäftigte ar­bei­ten mit Ge­stal­tungs­kompe­tenzen, die es so bis­lang nicht gab. Zugleich wächst die Er­war­tung, dass die sie mit­gestalten, neue Lösungs­an­sätze de­finieren und digi­tale Kom­pe­ten­zen zeigen. Wie das schritt­weise gehen kann, zeigt das Projekt MEDEA, das seit rund zwei Jahren in Leistung Kranken umgesetzt wird.

Forschungsprojekt, gestaltet von den Mitarbeitern

Das Projekt „Erfahrungsge­leiteter arbeits­inte­grier­ter Er­werb von digitalen Medien­kom­pe­tenzen in der berufs­be­glei­tenden Qua­lifi­zierung (MEDEA)“ ist ein För­der­projekt des Pro­gramms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und For­schung und des Euro­päischen Sozial­fonds. Der Kon­zern Ver­siche­rungs­kammer hat sich mit Leis­tung Kran­ken als Unter­nehmens­partner ange­schlossen.


Im Forschungs­pro­jekt konnten die Be­teilig­ten im Pro­jekt­ver­lauf selbst be­stimmen, welche Lern­felder sie zum Aus­bau digi­taler Kom­pe­tenzen prio­risie­ren und um­setzen wollten.

Wo heute Digitalisierung heraus­fordert, ist Vernetzung die Lösung

Im Vorder­grund steht, dass Mit­ar­beiter von­ein­ander lernen sowie neue Kollegen ein­ar­bei­ten. Dabei geht es vor allem um den Ein­satz digi­taler Medien in der täglichen Arbeit.


Die Bau­steine des Pro­jekts sind Work­shops, in denen die Mit­ar­beiter ihre Lern­felder de­finie­ren, und Praxis­phasen zum Um­setzen der Lern­felder. In den Work­shops werden die Schritte der Praxis­phase ver­bind­lich fest­ge­legt. Zwischen den Work­shops treffen sich die Lernen­den vir­tuell, zum Bei­spiel in einer Video- oder Web­kon­ferenz, um sich aus­zu­tauschen und gegen­seitig zu be­raten. Dabei unter­stützt die Ge­sell­schaft für Aus­bildungs­for­schung und Berufs­ent­wicklung (GAB).


Verein­bar­tes erstes Lern­feld war im Social Intra­net die An­wen­dung von Connect. Zugleich orga­nisier­ten die Teams im Pro­jekt ihre standort­über­greifende Zusam­men­arbeit mit einer Connect-Community.


MEDEA-Projekt­mit­glieder unter­stüt­zen sich gegen­seitig abteilungs­über­greifend bei der täglichen Arbeit mit Connect. Dazu gehört etwa, als Connect-Multi­plikator die Kolle­gin­nen und Kolle­gen der eigenen Ab­teilung an die tägliche Connect-Nut­zung heran­zuführen. Dies passiert er­folg­reich mit inter­essanten und mehr­wert­stiftenden Connect-Inhalten und -Nutzungs­tipps, bei­spiels­weise Be­nach­rich­ti­gungs­ein­stellungen zu kennen, um uner­wünschte Mails zu ver­meiden. Oder Tipps, wie man Themen und Per­sonen fol­gen kann, um mit der Infor­mations­fülle des Intranets zurecht­zu­kommen. Parallel wurden die ein­zelnen Ab­teilungs-Communitys in Leistung Kranken suk­zessive aus­ge­baut und mit bedarfs­ge­rechten Features, auf die ein­zelnen Ab­tei­lungen ab­gestimmt, ge­staltet. Wer sich hier inter­essiert, kann gern einen Blick in die zwischen­zeit­lich aufge­bauten Communitys werfen.

Gelerntes weiter nutzen

Die Ergebnisse in den Projekt­bau­steinen zeigen, wie die indi­vi­duelle Medien­kom­petenz der ein­zelnen Mit­ar­beiter aus­ge­baut werden kann. MEDEA-Lern­be­gleiterin Tanja Doll freut sich: „Wir stehen kurz vor dem Ende der letzten Pro­jekt­phase und se­hen, dass das Vor­gehen von den Kol­legen akzep­tiert wird. Und wir er­kennen, wie der regel­mäßige Wissens­aus­tausch die Kom­pe­tenzen ins­gesamt wachsen lässt.“ Am Ende des Pro­jekts steht eine Kom­petenz­bilan­zierung, die das Lern­ergebnis pro Mit­ar­beiter vali­diert. Es werden die drei Medien­kom­petenz­felder reportet, die der Ein­zelne im Rahmen der Projekt­phase am besten weiter aus­ge­bildet hat.


Ab­teilungs­leiterin Stephanie Zewe (C2AB12) er­gänzt: „Als Nächstes werden wir unsere Er­kennt­nisse aus MEDEA nutzen, damit sich die Mit­ar­bei­ter mit dem Portal Meine Gesund­heit ver­traut machen und unsere Kunden dazu be­raten können. Das ist ge­lebter Aufbau von Medien­kompe­tenz in der täglichen Ar­beit.“

Edith Strauß