#1/18 Fakten + Hintergründe

Jeder ist anders. Und die Mischung aus individu­ellen Fähigkeiten und Wissen sorgt erst dafür, dass jeder Einzelne für eine bestimmte Aufgabe Experte ist – unabhängig von der Abteilung oder Funktion. Wie kann dieses Potenzial im Konzern am besten genutzt werden? Und was bedeutet das für die Zusammenarbeit? Die Diversity-Arbeitsgruppe „Hierarchieübergreifendes Arbeiten“ hat ein neues funktionales und skillbasiertes Zusammenarbeits­konzept entworfen und berichtet von ihren Erkenntnissen:

Diversity-Arbeitsgruppe Hierarchie: (v. l. vorn) Sabine Seitz (7BO01), Florian Werberger (8MVM01), Derya Helmreich (7BO03), Violetta Ostrowski (2BV); (hinten) Kathrin Vogels (4RW03), Michael Kugler (2BV03), Attila Baumgartner-Kis (C1MP03), Michael Fries (1ZC02), Dr. Paula Grosek (C2BF03); abwesend: Andreas Diesing (8H8), Martin Degener-Koziol (4RW05), Camilla Weidenschlager (GSV201), Claudia Kramer (S2SZ05)

Das Thema „hierarchieübergreifende Zusammenarbeit“ beschäftigte uns als Arbeitsgruppe des Programms Diversity. Wir fanden heraus, dass dies nur eine Form der Zusammenarbeit im Unternehmen ist, neben agiler und hierarchischer Zusammenarbeit. In Gesprächen mit Vorständen und themen­verantwortlichen Treibern haben wir die Definition der verschiedenen Arbeitsmodelle geschärft.


Dadurch änderte sich der Begriff „hierarchie­übergreifende Zusammenarbeit“ hin zu „funktionale und skillbasierte Zusammen­arbeit“. Darunter verstehen wir, dass ein Mitarbeiter eine Aufgabe erhält und sie direkt an den Auftraggeber berichtet. Dabei kann er seine Rolle über Ressort- oder Abteilungs­grenzen hinweg ausüben.


Consal-Vorstandsmitglied Andreas Kolb setzt diese Form bereits aktiv ein, um effizientere Prozesse zu implementieren. Zu Beginn fordert diese Arbeitsform mehr Kommuni­kation und damit auch mehr Zeit. Aber am Ende bringt der anfängliche Mehraufwand durch kurze Wege und schnellere Bearbeitung einen zeitlichen Vorteil. Denn der Vorstand kommuniziert bei diesem Modell direkt mit dem Spezialisten und nicht über den F1.


Der Vorstandspate unserer Arbeitsgruppe, Dr. Robert Heene, wies uns auch darauf hin, dass viel Veränderungsbereitschaft bezüglich per­sönlicher Einstellung oder Rollen­verständnis benötigt wird, wenn man in dieser Form zusammenarbeitet.


Die Gespräche mit Dr. Sascha Groh (7SBK), Philipp Sommer (8KQ) und Martin Kalchner (8KQ), den „Pionieren“ in der Umsetzung „Agiles Arbeiten in Programmprojekten“ im Konzern, bestätigten: Am Ende des Tages kommt es auf die Einstellung eines jeden Einzelnen an. Unsere Erkenntnis – auch nach einem Praxistest – ist, dass sich eine funktio­nale und skillbasierte Zusammenarbeit gut eignet bei Themen, bei denen die Mitar­beiter ihre Kompetenzen „ohne Streuverluste“ auf direktem Weg einbringen. Die Verant­wortung der Führungskräfte bleibt bestehen.


Aus dem Baukasten an Arbeitsformen (zum Beispiel agil, hierarchisch, funktional und skillbasiert) sollte die Methode ausgewählt werden, die je nach Aufgabe sinnvoll erscheint. Davon inspiriert erarbeitet die Arbeitsgruppe derzeit ein Unternehmensspiel, das zur Auseinandersetzung mit der Orga­nisations­struktur und mit Arbeitsweisen inspirieren soll.


Eine bessere und schnellere Zusammenarbeit kann nur gelingen, wenn wir alle als Teil des Konzerns Versicherungskammer den Wandel leben. Forschen Sie doch auch einmal nach, bei welchen Themen Sie funktional und skillbasiert arbeiten können.


Diversity-Arbeitsgruppe Hierarchie