#1/18 Im Gespräch

Dr. Dirk Hermann im Gespräch mit Jürgen Haux (1UK01)

Herr Dr. Hermann, wie profitieren die SAARLAND Versicherungen von der Weiterentwicklung des Geschäfts­modells „Versicherer der Regionen“?

Hermann: Seit 1951 sind die SAARLAND Ver­sicherungen in unserem Heimatmarkt tätig. Von den ursprünglich fünf Regionalversi­cherern im Saarland hat sich nur die SAARLAND als einzige Gesellschaft bis heute durchgesetzt. Dies ist nur möglich dank der guten Arbeit, die unsere Mitarbeitern leisten, dank der Einbindung in die saarländische Sparkassen­orga­nisation und durch die Zuge­hörigkeit zur Versi­cherungs­­kammer. Wir sind Marktführer in unserer Region. Dennoch spüren wir, da die Marktbedin­gungen für Versicherer nochmals anspruchsvoller werden, unseren größenbedingten Nachteil - unser Saarland ist nun Mal eines der klein­sten Bundes­­länder in Deutschland. Mit der Kombi­nation aus Kompetenz und Größe der Versi­cherungs­kammer und der starken regionalen Position der SAARLAND in unserer Region geht unser Konzept Versicherer der Regionen dennoch auf: wir verbinden regionale Nähe mit der Stärke eines der größten Ver­sicherer Deutschlands.

Wie sieht das konkret aus?

Hermann: In der Vergangenheit haben wir für zusätz­liches Wachstum bei der SAARLAND insbesondere Industrie- und Flottengeschäft von Maklern in ganz Deutschland gezeichnet. Unser erster Schritt war, uns konsequent von diesem Geschäft außerhalb des Saarlands zu trennen und möglichst auf die Versich­erungs­­kammer Bayern zur Betreuung aus einer Hand zu übertragen. Im Zuge dessen haben wir auch Ind­ustrie­geschäft, das wir im Saarland gezeichnet haben, abgegeben und ebenfalls weitgehend in die Bücher der Versicherungs­kammer Bayern übertragen. Im Ergebnis fo­kus­sieren wir uns nun auf unser Kern­geschäft, d.h. privates und gewerbliches Geschäft im Saarland. In allen anderen Segmenten bieten wir die Möglichkeiten des Konzerns an.

Der nächste große Schritt wurde zur letzten Jahres­wende vollzogen: nach intensiven Vor­arbeiten im Rahmen von LEGO sind wir mit allen Lebensver­sicherungs­tarifen nun ein­heitlich im Konzern unter­wegs. Damit haben wir auf einen Schlag ein moder­nes, wettbe­werbs­fähiges und solvenzschonendes Produkt­angebot, das auf unserer gemein­samen zukunftsfähigen IT läuft.


Die nächsten Schritte finden jetzt in Komposit zügig statt. Noch in diesem Jahr werden wir die ersten ge­meinsamen Produkte im Rahmen von GeMo koor­diniert bei uns einführen. Parallel integrieren wir uns mit unserer Mann­schaft in die Querschnitts­funk­tionen im Kon­zern, zuletzt mit den Mitarbeitern unserer SIS GmbH, die nun ihr berufliches Zuhause in H7 am Standort Saarbrücken gefunden haben.

Was erwarten Sie sich von 2018?

Hermann: Mit den angesprochenen Verän­der­ungen haben wir den strategischen Rahmen für Wachstum gelegt. Somit lässt sich meine Erwartung auf einen einfachen Punkt bringen: Wachstum 2.0. Das be­deutet für mich, dass jeder seinen persönlichen Bei­trag im eigenen Fachbereich kennt und leistet, dass wir die Vorteile des Versicherers der Regionen nutzen, und dass wir als Saarländer offen mit den Kollegen an anderen Standorten zusammen­arbeiten. Denn unsere qualifizierten und loyalen Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter stehen, zusammen mit den Kollegen der UKV, für gut ein Viertel aller Kollegen im Konzern Versicherungskammer.

Dr. Frederic Roßbeck im Gespräch mit Rolf Neumann (1UK01)

Herr Dr. Roßbeck, wie greifen Sie bei der Feuersozietät den Wandel auf?

Roßbeck: Der Wandel ist Voraussetzung für Fort­schritt und Erfolg. Wir sind nicht zuletzt deshalb mit unseren 300 Jahren der älteste Versicherer im Kon­zern und der zweitälteste in Deutschland. So lange kann sich ein Unter­nehmen nur behaupten, wenn es sich immer wieder den Veränderungen stellt, sie auf­greift und aktiv gestaltet. Das ist der Feuersozietät in Berlin und Brandenburg und in der wechsel­­vollen deutschen Geschichte immer wieder gelungen. Und das gelingt uns nun schon erneut seit geraumer Zeit, indem wir die Dienstleistungen des Konzerns mit unserer regionalen Präsenz verbinden. Die Entwick­lungen im Kompositgeschäft, die wir schon vor ein paar Jahren mit dem Projekt GeMo um­gesetzt haben, bestätigen uns dies. Den gleichen Weg haben wir jetzt in Leben mit dem Projekt LEGO beschritten und dort eben­falls sehr positive Resultate, auch mit Blick auf die regionale Markterschließung, erzielt.

Was haben Sie sich konkret für das Jahr 2018, Ihr Jubiläumsjahr, vorgenommen?

Roßbeck: Wir nehmen unser Jubiläum zum Anlass, die Marke Feuersozietät in Berlin und Brandenburg im Rahmen einer mehrjährigen Werbekampagne stärker zu positionieren. Damit signalisieren wir Kunden und Vertriebs­partnern, dass wir bei aller Tradition ein moderner Versicherer sind, der seine Regio­nalität vor Ort für ein überdurchschnittliches Marktwachstum nutzt. Wir profitieren dabei sehr von der ausgezeich­neten Produktpalette des Konzerns und den digitalen Angeboten für Kunden und Vertrieb. Damit ent­sprechen wir auch den Erwartungen unsere Mit­arbeiter und Vertriebspartner an uns. Und wir haben für 2018 ein schönes Jubiläumspaket geschnürt.

Verraten Sie uns dazu mehr?

Roßbeck: Das Jubiläum wird das ganze Jahr über sicht­bar sein. Den ersten Aufschlag hatten wir bei unseren Jahresauftakt­veran­staltungen. 2018 werden alle unsere Kommu­nikations­maßnahmen, angefangen beispiels­weise beim einfachen Werbemittel über eine elegante und moderne Chronik bis hin zu den großen Feiern mit Gremien und Mitarbeitern im Herbst unter unserem Jubiläumsmotto stehen. Es lautet „Zuhause ist, wo es die Feuer­sozietät gibt. Seit 300 Jahren. Und in Zukunft“. Besonders freut es mich, dass wir für unsere Kunden, Partner und alle Mitarbeiter im Konzern eine Jubiläums­vorteils­aktion starten konn­ten: Für zahlreiche kulturelle Einrichtungen und Ver­anstaltungen in Berlin und Brandenburg, etwa den Staat­lichen Museen Berlin oder der Deutschen Oper, ermöglichen wir vergünstigte Tickets mit einem Ra­batt auf den Kaufpreis von 25%. Es braucht ein­fach nur unsere Vorteilskarte. Ich freue mich sehr auf unser dreihundert-erstes Jahr.