#2/17 Panorama

Fünf Fragen an…

Stefan Reisgies und Brigitte Kistler vom Sportverein.

Brigitte Kistler von der Geschäftsstelle des Sportvereins, und Stefan Reisgies, Vor­sitzender des Sportvereins

Was war die größte Herausforderung, die Sie als Vorsitzender des Sportvereins erlebt haben?

Stefan Reisgies: Das war sicher die Kehrtwende weg von einer ballsport- und männer­orientierten Ausrichtung hin zu einem breiteren Angebot vor rund zwölf Jahren. Damit waren wir so erfolgreich, dass wir einen raschen Zuwachs von rund 250 Mitgliedern erlebten, davon mehr als 200 Frauen. Uns haben damals auch ganz spontan Mitar­beiter­innen, die zum Beispiel Yoga-Lehrerinnen sind, angeboten zu unterrichten.

Die scheinen ja nur auf diese Neuorientierung gewartet zu haben. Gibt es eine große Identifikation?

Reisgies: Ja, ich denke schon. Wir sehen zum Beispiel, dass die Verbundenheit mit den beiden Häusern – Versicherungskammer und Versorgungskammer – gerade bei Rentnern über den Sportverein immer noch sehr hoch ist, dass sie nicht nur am Sport, sondern auch an der Kammer sehr interessiert sind. Doch für uns ist es sehr wichtig, dass wir auch junge Menschen im Sportverein haben.


Brigitte Kistler: Das ist ein zentrales Ziel für die Zukunft, mehr junge Leute ins Boot zu holen, gerade auch unsere Azubis. Diesbezüglich haben wir stark das Gefühl, dass der Sportverein noch nicht so richtig angekommen ist. Im Haus hat der Sportverein noch den Ruf, dass da eher die Rentner dabei sind, weniger die jungen Leute. Doch ich denke, für gerade mal 2,50 Euro im Monat haben wir wirklich ein breites und attraktives Spektrum von Fußball über Pilates, Piloxing und Power Workout bis Vinyasa Flow Yoga und Aqua Bouncing.

Wie sieht es mit der Konkurrenz zum Fitnessstudio VKBFit aus?

Reisgies: Wir haben mit den Kolleginnen und Kollegen dort ein sehr gutes Einvernehmen und achten darauf, dass wir uns mit unseren Kursplänen nicht ins Gehege kommen. Zudem haben wir ja auch unterschiedliche Ansätze: Das Fitnessstudio ist eher geräteorientiert, wir sind eher kursorientiert. Wir ergänzen uns da gut, und so sind viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl im Sportverein als auch im Fitnessstudio aktiv.

Was war für Sie ein Highlight in den vergangenen Jahren?

Reisgies: Was mich besonders freut, ist, dass wir eine eigene Homepage und damit den Anschluss an die neuen Medien geschafft haben. An den Klickzahlen sehen wir das große Interesse, wenn wir zum Beispiel unsere neuen Trimesterprogramme veröffentlichen.

Was macht die Arbeit für den Sportverein besonders?

Reisgies: Dieses Jahr war vor allem das Skirennen wieder ein Höhepunkt, weil wir da vor Ort in Tirol waren. Und wenn man dann die 35 kleinen Kinder sieht mit den drei Ski­lehrern und spürt, welchen Spaß die haben, weiß man, dass man das Richtige macht. Natürlich wollen die Rennläufer Rennen fahren – aber: Es war ein Fest im Schnee für alle


Das Gespräch führte Birgit Kattau.