#4/17 Fakten + Hintergründe

Das Team um Robotics bei der SAARLAND (v. l.): Andrea Konnerth (S2PS02), Lukas Fechler (S2PS+S2SZ), Michael Dillenburger und Ralph Follmann (beide S2PS02), Yvonne Schwinn (S2PS01)

Die SAARLAND Versicherungen stehen der­zeit vor der Herausforderung, ihren gesamten Gebäudebestand auf das aktuellste Bedingungs­werk umzustellen. Auch mit sorgfältiger Planung des Prozesses, standar­di­sierten Aktionsanträgen und Fernabsatz stellt die Aktion einen enormen Aufwand für alle Beteiligten dar. Der Posteingang im Privat­kunden-Service Komposit stieg allein im ersten Halbjahr um mehr als 20 Prozent gegen­über dem Vorjahr an, nachdem er bereits davor um knapp 10 Prozent gewachsen war.


Seit Juli hilft die Robotics-Software nun auch bei den SAARLAND Versicherungen. Die Kunden erhalten ihre Policen unabhängig vom stark schwankenden Posteingang zum Aktions­antrag innerhalb einer Woche. „Bis zur Migration der SAARLAND auf die Versi­cherungs­kammer-Systeme wird uns Robotics dabei helfen, Arbeitsspitzen zu glätten. Damit entlasten wir einerseits die Mitarbeiter und verringern andererseits für unsere Kunden Verzögerungen in der Bearbeitung“, erklärt Andrea Konnerth, Abteilungsleiterin S2PS02. Weitere Robotics-Maßnahmen für den Betrieb sind in Arbeit und werden insbesondere im Jahreswechselgeschäft zum Einsatz kommen.


„Mit der aktuellen Anwendung ,Verarbeitung der Aktionsanträge‘ haben wir einen sehr komplexen Geschäftsprozess innerhalb von drei Monaten von der Vorgabe bis hin zur Produktivschaltung erfolgreich umgesetzt. Die Zahlen im Live-Betrieb sprechen für sich. Im Bereich Schaden befinden wir uns aktuell in der Prüfung. Allerdings müssen wir hier noch den Schritt hinbekommen, unstrukturierte Daten über Erkennungssoftware auszulesen und datenseitig zu strukturieren, damit dann Robotics hierauf aufsetzen kann“, erläutert Lukas Fechler, Hauptabteilungsleiter für den Privatkundenservice Komposit und das Schadenzentrum Saarbrücken.


Farzana Ismaily

Mehr Zeit für Kunden

Robotics bezeichnet eine Software, die die Eingaben eines Sachbearbeiters am PC nachahmt. Der Software-Roboter erledigt definierte Geschäfts­­vorfälle auf der Oberfläche einer oder mehrerer Anwendungen, wie zum Beispiel der Sachbearbeiterinfrastruktur (SBI) oder E-Mail. Auf der Basis vordefinierter Regeln lassen sich so Geschäfts­prozesse einfach und wirtschaftlich auto­matisieren. Die Sachbearbeiter können sich intensiver um anspruchsvolle Aufgaben und ins­besondere um den direkten und persönlichen Kundenkontakt kümmern.


Im Herbst 2016 wurde die Nutzung von Robotics erstmals im Konzern erfolgreich pilotiert. Aktuell unterstützt die Software in verschiedenen Berei­chen, beispielsweise im Kunden- und Vertriebs­service, im Rechnungswesen, bei der Bavaria­Direkt und den SAARLAND Versicherungen.

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