#4/17 Vertrieb + Markt

Privates Wohnen muss individuelle Bedürfnisse befriedigen. Die Projektgruppe „Ökosystem Living“ sucht dafür mit innovativen Methoden nach Lösungen.

Was ist ein Ökosystem?

Wer sind
Projekt­team und Auftraggeber?

Was ist Design
Thinking?

Dr. Thomas Rodewis: „Die Methode ist gut für kundenorientierte Problemlösungen – wenn man vorab ein einheitliches strategisches Ziel festgelegt hat.“
Maximilian Huber: „Mit dem Erlernten können die Projektmitarbeiter als Multiplikatoren in ihrem Fachbereich eingesetzt werden. Einzelne Methoden können in Linie über­nommen werden.“
Anke Joereßen: „Ein multidisziplinäres Team und alternative Arbeitsplätze fördern die Kreativität. Darum treffen wir uns im WERK1.“
Andrea Scherer: „Alle Teilnehmer haben den Mut, ihre Ideen einzubringen – und auch mal zu verwerfen.“
Joachim von Schledorn: „In diesem Umfeld können wir Prototypen schnell und ohne lange Entscheidungswege realisieren.“
Thomas Laue: „Ein Erfolgsfaktor ist, den Kunden zu verstehen.“
Stefan Pokorny: „Wir haben bei über 50 Kunden­interviews die Leute auf der Straße gefragt, was sie unter Wohnen verstehen, und über 400 Menschen haben sich an Online-Kurzumfragen beteiligt. Zudem haben fünf Online-Gruppendiskussionen mit etwa 40 Beteiligten stattgefunden. Dabei haben wir 82 Bedürfnisse identifiziert.“

Für die Online-Umfragen und Online-Gruppen­diskussionen wurde Open Innovation eingesetzt. Das bedeutet, ein Unternehmen öffnet seinen Inno­vations­prozess und nutzt damit strategisch das Wissen von außen, zum Beispiel von Zulieferern oder Kunden, um sein Innovationspotenzial zu vergrößern. Um die Befragung und Auswertung kümmerte sich Projektmitarbeiter Dr.-Ing. Daniel Brenner, MBA-Student an der Universität der Bundes­wehr. Wie kam er dazu, seine Masterarbeit gerade beim Konzern Versicherungskammer zu schreiben? „Ich habe Herrn Fleischer als Dozenten kennengelernt. Von ihm war ich spätes­tens nach der Präsentation zum Thema Innovations­manage­ment sehr beeindruckt. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt die Versi­cherungs­­kammer nicht wirklich als ein so extrem innovatives Unternehmen einge­schätzt.“


Bisher hat das agile Projektteam in vier Monaten aus den 82 Bedürfnissen sieben Themenfelder geclustert und zwölf Geschäfts­ideen entwickelt. Daraus wiederum wurden vier Geschäftsmodelle weiter ausgearbeitet und „Blitz-Pitches“ erstellt, um die Ideen als „Start-up“ dem „Investor“ Versicherungs­kammer vorzustellen.

Komposit-Vorstand und Mit-Auftraggeberin Barbara Schick zu den Zielen des Projekts: „In Zukunft werden wir uns noch stärker mit neuen Geschäfts­modellen beschäftigen müssen und dabei die Identität der Versi­cherungs­­kammer mit entsprechenden Mehr­werten sichern. Das Projekt hat gezeigt, was man in kurzer Zeit erreichen kann. Ich danke allen Projektmitarbeitern für ihr kreatives Engagement bei der Arbeit mit dieser inno­vativen Methode. Sie haben damit Neuland betreten. Jetzt freuen wir uns auf die weiteren Ergebnisse.“


Die erste Projektphase ging im Oktober zu Ende. Wie es weitergeht, darüber wird 1UK demnächst intern berichten.


Jürgen Haux