#4/17 Blickpunkt

»Die Versicherungs­kammer ist schlank, dynamisch, agil und am Markt gut positioniert«

antwortete Dr. Frank Walthes, Vorsitzender des Vorstands des Konzerns Versicherungs­kammer, erst kürzlich auf die Frage der „Börsen-Zeitung“, ob der Konzern nicht schlanker werden müsse. Die breite Aufstellung habe ihre Berechtigung, denn der Konzern bearbeite eine Vielzahl von Regionen, Sparten und Vertriebswegen mit verschie­denen Kundengruppen. Das Modell des Versicherers der Regionen ist das Geschäfts­modell unseres Hauses im Vergleich zu global aufgestellten Wettbewerbern, so Walthes. „Wir ändern unsere Struktur sukzessive, aber eben nur dann, wenn es innerhalb unseres Geschäftsmodells nötig ist“, erklärte Walthes.


Mit Änderungen an ihrer strukturellen Auf­stellung ist die Versicherungskammer in den zurückliegenden Jahrzehnten immer wieder den Anforderungen der Zeit gerecht ge­worden – beispielsweise 1970, als die öffentlichen Versicherer ins Geschäft mit Rechtsschutzversicherungen einstiegen und die ÖRAG aus der Taufe hoben. Die Versicherungs­kammer gründete damals die Bavaria Versicherungsvermittlung, die einer­seits die Anteile an der ÖRAG hält, anderer­seits das Rechtsschutzgeschäft für die Versicherungskammer managt. Anders verlief die Entwicklung beim SPN Service Partner Netzwerk. Dort führten der ADAC und die Versicherungskammer ihre zunächst getrennt aufgebauten Netzwerke zur service­orien­tierten Kfz-Unfallinstandsetzung zusammen und holten später zusätzliche Versicherer mit ins Boot. Diese und weitere Beispiele haben wir im Folgenden aufbereitet. 

Von der Landes­brand­versi­cherung zur Nummer 8 im Deutschen Versicherungs­markt