#4/18 Fakten + Hintergründe

Dass bei der Ideenfindung im Team vielfältigere Vorschläge entstehen als allein im stillen Kämmerlein, ist längst bekannt. Aber was kommt dabei heraus, wenn unzählige Bürger nach ihren Wünschen, Bedürfnissen und Erwartungen als Kunden gefragt werden? Das testet der Innovation Campus um die Abteilung 7DI01 gerade in der Service-Manufaktur JOSEPHS. In dem offenen Innovationslabor nahe der Nürnberger Fußgängerzone bietet Fraunhofer gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Unternehmen die Möglichkeit, ihre neuen Produkte und Dienstleistungen von der Öffentlichkeit testen zu lassen. Erste Ergebnisse und eine Reise durch das JOSEPHS.

Eine Reise durch das JOSEPHS: Die Forschungsinsel des Konzerns Versicherungskammer in Bildern

Welchen Kanal präferiert er bei Fragen zur Auto­versicherung, an wen wendet er sich bei Änderungen seiner Verträge? Das Thema Kurz­zeit­versicherung wurde darüber hinaus an einem weiteren Stand behandelt. Dabei geht es um Policen, die für bestimmte Ereignisse und kurze Zeiträume abge­schlossen werden. Hier wird abgefragt, in welcher Situation Kunden überhaupt eine solche Police abschließen würden. Das kann zum Beispiel eine Unfall­versicherung für ein Ski­wochenende in den Bergen sein. Die dritte Station der Insel widmet sich dem Digitalen Vorsorge­Tresor. Diese Anwendung wird gerade neu entwickelt, um Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre wichtigen Online-Konten und -Dokumente zu verwalten. Gleichzeitig können Vertrauens­personen definiert werden, die zum Beispiel in Not­situationen Zugriff auf die Daten haben. Die Station verfolgt das Ziel, die Akzeptanz der verschiedenen Funktionalitäten zu verproben und weitere Ideen im Kontext Vorsorge zu generieren.

Open Innovation

Dadurch können die Antworten mit Begründungen angereichert werden und vermitteln somit ein noch tieferes Verständnis für die Beweggründe der Insel­besucher. Am Ende werden vom Fraunhofer-Institut Auswertungen auf wissen­schaft­licher Basis vorgenommen und die Ergeb­nisse zur Verfügung gestellt. „Die Forschungs­insel im JOSEPHS war bis Ende November aufgebaut. Wir sind gespannt, wie das Gesamt­ergebnis aussieht“, sagt Stefan Unterbuchberger.


Kerstin Gubitz